Schulobst ist 100 Gramm Gesundheit
Man habe die Jury mit einem „fundierten Gesundheitskonzept“ überzeugen können, sagt die Bergheimer Rektorin Camilla Dormagen. „So eine Aktion muss einen Rahmen haben, der zeigt, dass es auch wertgeschätzt wird. Sonst verpufft das.“ Auch Rektorin Andrea Martini-Heckhoff in Rumeln berichtet von vorhergegangenen Projekten wie der „Aktion Gesundes Frühstück“ und Bewegungsprogrammen.
Wird also denen gegeben, die eigentlich längst im Thema sind? Nein, sagt Heckhoff: Auch im beschaulichen Kaldenhausen, wo scheinbar die Welt noch in Ordnung ist, gebe es Kinder, „die kennen das einfach nicht“. Entsprechend wichtig seien solche Projekte: „In der Gemeinschaft, und wenn es nett angerichtet ist, neigen gerade diese Kinder eher dazu, es wenigstens mal zu probieren.“
An beiden Schulen unterstützt eine Zwei-Euro-Jobberin die Schüler beim Zubereiten und Verteilen des Obstes. Auf dem Berg konnte Konrektorin und Organisatorin Ursula Tiedemann außerden zwölf Mütter ins Boot holen, die abwechselnd mit anpacken.
Kein Zucker bitte
Weil alles seine Ordnung haben muss, hält das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz auf der Internet-Seite des Projektes eine „Liste der förderungsfähigen Obst- und Gemüsesorten“ bereit. Aus immerhin 21 Sorten Obst und zehn Arten von Gemüse dürfen die Schulen auswählen.
„Genussfertig verpackte“ Darreichungsformen wie Scheiben, Stückchen oder Direktsaft sind erlaubt, Produkte mit Zucker-, Salz- oder Fettzusatz tabu.
Diese Produkte müssen die Unternehmen im Portfolio haben, wenn sie als Lieferanten für das Schulobst-Programm in Frage kommen wollen. Dazu kommen branchenübliche hygienische und buchhalterische Auflagen, „aber im Prinzip konnte jeder, der mit Obst und Gemüse handelt, die Aufnahme in die Liste beantragen, vom Großhändler bis zum Supermarkt“, so Ministeriums-Sprecher Wilhelm Deitermann. „Vorausgesetzt, er war bereit, zum festgesetzten Preis von 28 Cent pro Portion zu liefern.“ Das war im Duisburger Westen offenbar keiner. Nach Vermittlung durch den städtischen Markt-Veranstalter Frischekontor fiel die Wahl auf den Ost-Duisburger Familienbetrieb Nüchter.
NRW-Bildungsstreik 2010
Unter dem Motto "Kürzt nicht bei den Kurzen" haben katholische Kindertageseinrichtungen am Morgen im Rathaus demonstriert.
Rund 750 Unterschriften von Mitarbeitern, Eltern und Kindern gegen städtische Sparpläne wurden übergeben. Zeit dafür nahm sich allerdings nur eine Vertreterin des Oberbürgermeisters. Dass Adolf Sauerland sich nicht blicken ließ, kam bei den Anwesenden gar nicht gut an: Hier gibt Parallelen zu seinem Verhalten bei der Demotration der Berufskolegs " Willi Brandt" aus Rheinhaussen und "Bertold Brecht" in Huckingen.
siehe Bericht Bei dieser Demo vor dem Rathaus war der Oberbürgermeister Adolf Sauerland kurzfristig durch Zufall bei den Demontranten. Ergriff aber genauso schnell den Rückzug bei Ihrem Anblick. Wir fordern den OB auf, Bildung in Duisburg zur Chefsache zu machen. Auch Bildung kann in unserer Stadt zu einem Leuchtturmprojekt werden. Aber nicht wenn mit Eltern so ignorant umgegangen wird.Mit Trillerpfeifen demonstrierten insgesamt drei Duisburger Kitas unter anderem für den Erhalt der Musikschule in ihrer jetzigen Form sowie den Fortbestand diverser anderer Einrichtungen in der Stadt. Nicht erwähnt wurde, dass die Katholische Kirche in Duisburg in den letzten beiden Jahren selbst aus Kostengründen ein Drittel ihrer Kindergartengruppen geschlossen hat. Auch hier muss sich Kirche an ihre eigene Nase fassen.
Zahl der Schüler in Klassen 5 bis 10 sinkt
Meine Familie ist arm - Wie Kinder im Grundschulalter Armut erleben und bewältigen
VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 4. Auflage erschienen im März 2010,
352 Seiten. Broschur. EUR 39,95
ISBN 978-3-531-17214-9
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