| Gleiche Strafen für alle Schüler |
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Die Leiter der weiterführenden Schulen im Bezirk Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen wollen eine gemeinsame Schulordnung erarbeiten - mit einem festem Strafenkatalog. Das ist ein Ergebnis des dritten "Rheinhauser Bildungsforums", zu dem die Rektoren und Rektorinnen sich im Willy-Brandt-Kolleg trafen.
Barbara Laakmann, Leiterin der Alfred-Hitz-Hauptschule, brachte das Problem auf den Punkt: „Da habe ich Schüler, die es mit Pünktlichkeit und Anwesenheit nicht so genau nehmen. Und wenn die bei uns entsprechend sanktioniert werden, wechseln sie die Schule, weil sie glauben, anderswo würde weniger hart durchgegriffen.” Treffe man die Schüler später wieder, hieße es oft: Da war ich auch nur drei Monate. „Das hätte ich denen vorher sagen können. Und wenn wir das Schwarz auf Weiß hätten, würden sie es vielleicht auch glauben.” Entsprechend offene Türen rannte Helmut Richter vom Willy-Brandt-Kolleg bei ihr mit dem Vorschlag ein, alle weiterführenden Schulen in Rheinhausen sollten sich auf gemeinsame Verhaltensregeln verständigen - inklusive einem klar definierten „Strafenkatalog” für Fehlverhalten.
Auch die anderen Leiter von Gymnasien, Gesamt-, Haupt- und Realschulen aus dem Bezirk Rheinhausen, die sich gestern zum dritten Mal als „Rheinhauser Bildungsforum” trafen, konnten sich mit Richters Projekt „Roter Faden Rheinhausen” anfreunden. Beim Bildungsforum setzen sich jedes halbe Jahr die Leiter aller Schulen im Bezirk zusammen - üblicherweise auch die der Grundschulen. Betriebe sollen beklagte Defizite konkretisierenBeim letzten Treffen mit dem Thema „Übergang von der Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 10) ins Berufsbildungssystem” blieben sie aus naheliegenden Gründen außen vor. Aber auch so blieb einiges zu diskutieren. Etwa die bessere Verzahnung von Unterrichtsinhalten und Förder-Angeboten, um geeigneten Abgängern von Haupt- und Realschulen einen besseren Wechsel an die Oberstufe zu ermöglichen. Oder die von der Wirtschaft regelmäßig angemahnten Wissens-Defizite. „Es heißt immer: Den Schülern fehlt so viel. Darüber sollten wir uns mit Vertretern der Ausbildungsbetriebe austauschen, um zu wissen, was denn fehlt - und wie wir als Schulen gegensteuern können”, meinte etwa Realschul-Leiter Rainer Pawliczek. Eine Forderung, die AEG-Leiter Karl-Heinz-Weber unterstützte: „Wir müssen dahin kommen, dass Duisburger Betriebe sich bei der Personalsuche erstmal bei den Absolventen von Duisburger Schulen umgucken und die nicht erst einstellen, wenn sie in Moers oder Mülheim niemanden gefunden haben.” Das widerspreche nicht dem eigentlichen Ziel von Gymnasien, Schüler auf die Uni vorzubereiten: „Da sind die Quoten bei uns auch zu niedrig. Und das liegt weder daran, dass Duisburger Schüler dümmer sind, noch an der Tradition der Arbeiterstadt. Die hat Dortmund schließlich auch!” |


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