|
Mittagspause in der Schule : Gekocht meistens nicht
13 Grundschulen gibt es im Duisburger Süden, zehn bieten die Offene oder Gebundene Ganztagsbetreuung an und ein warmes Mittagessen. Letzteres muss aber nicht verpflichtend gebucht werden. Die Verpflegung wird von den Schulen selber, meist vom jeweiligen Träger des Offenen Ganztages, organisiert. Selber gekocht wird nicht. „Es gibt verschiedene Modelle. Manche bekommen vom Caterer ein fertiges warmes Essen geliefert, das nur noch ausgeteilt werden muss. Andere erhalten Tiefkühlkost vom Caterer, die sie dann selber wärmen. Oft werden in Eigenregie Rohkost und Obst besorgt und gereicht“, so Ellen Weber, Bildungsholding. Man habe alle Schulen geschult, auf ausgewogene Ernährung zu achten. Die meisten Schulen seien zufrieden mit dem Catering.
Die OGS-Träger rechnen mit den Eltern ab und sind für die Einstellung des Mensa-Personals zuständig. „Oft sind das Frauen mit kleinem Arbeitsvertrag“, so Weber.
Stadtweit nehmen 74 % der OGS-Kinder das warme Essen ein, die Zahl variiert von Schule zu Schule. „Wir hätten gerne eine hundertprozentige Beteiligung, denn ein hungriges Kind kann sich nicht konzentrieren“, so Weber. Für manche Familien sei der Preis aber wohl zu hoch, andere verzichteten aus religiösen Gründen. Das Essen kostet 2,50 Euro pro Tag. Leistungsempfänger erhalten derzeit auf Antrag von Land/Stadt Zuschüsse. Bald sollen vom Bund Mittel fließen. „Die Rede ist von zwei Euro pro Essen“, so Weber.
Wir als Stadtschulpflegschaft meinen, dass es hier durchaus noch Handlungsbedarf gibt. Eine größerer Flexibilität bei den Mahlzeiten was die Zutaten angeht. Möglichkeiten schaffen gemeinsam mit Kindern zu kochen und die Produkte vorher auch gemeinam einzukaufen. Damit könnte Integrationsarbeit geleistet werden (Essen aus verschiedenen Kulturen) und Kinder würden lernen wo die Bestandteile Ihrer Nahrung herkommen. Dies würde aber andere Organisationsformen benötigen und finanzielle Unterstützung des Landes. |